Herzlich willkommen...
...auf der Homepage des Oldtimer-Slalom-Cups Oberfranken - der inoffiziellen Weltmeisterschaft für Gleichmäßigkeits-Spezialisten.
Die OSCO-Steinwald-Classic-Tour 2026 wird doch nicht stattfinden.
Es ging wirklich nicht. Wir hätten die ersten 3 Etappen bis zur Mittagspause komplett ändern müssen. Und der zentrale Platz für die 6 Gatterprüfungen (die der ADAC ja für die Wertung im Pokal vorschreibt) - das ehemalige Autohaus Schraml - wäre gerade Mitte August wegen der Straßenarbeiten nicht zugänglich gewesen.
Wegen nicht vorhersehbarer, kurzfristiger Straßensperrungen entlang unserer geplanten Route, sehen wir uns zu unserem größten Bedauern gezwungen, die Steinwald Classic 2026 abzusagen. Das Genehmigungsverfahren für eine geänderte Strecke ist leider in der Kürze der Zeit nicht mehr durchführbar. Selbstverständlich werden alle bereits bezahlten Nenngelder vollständig zurücküberwiesen. Wir möchten auf diese Veranstaltung, die unser Hansi Walter noch persönlich vor seinem viel zu frühen Tod geplant hatte, ungern verzichten. Deshalb planen wir, sie im kommenden Jahr als Hansie-Walter-Gedächtnisfahrt unverändert durchzuführen und würden uns freuen, euch dabei begrüßen zu dürfen. Wir bedauern diese Maßnahme sehr und bitten um euer Verständnis.
Stand der Dinge
Nach dem für die Meisten überraschenden Tod von Hansi Walter, dem Motor und Macher des Oldtimer Slalom Cup Oberfranken, oder kurz OSCO, wusste niemand, wie es damit weitergeht.
Aber durch Hansis unermüdlichen Einsatz ist der OSCO zu einer der beliebtesten Serien im nordbayerischen Slalomsport herangewachsen. So mancher Veranstalter würde ohne die Gleichmäßigkeits-Truppe auf nahezu die Hälfte seiner Teilnehmer verzichten müssen.
Deshalb sind wir zu dem Entschluss gekommen, durch die Fortführung des OSCO das Andenken an unseren “Hansi“ hochzuhalten. „Wir“, das sind der Dominik Buß, ich, der Peter Gehret und Beate Grillmeier, Hansis Witwe. Der Dominik kümmert sich um die Homepage. Und ich übernehme die Auswertung und versuche auch den ein oder anderen Bericht von den Veranstaltungen zu schreiben. Wobei mir schon bewusst ist, dass ich an Hansis literarische Fähigkeiten nicht annähernd heranreiche. Aber ich werde mir Mühe geben! 😊 Und auch Beate unterstützt uns nach Leibeskräften zuhause an Hansis PC. Gemeinsam werden wir das „Ding“ schon schaukeln.
Die Termine bis zum Saisonende stehen fest. Und auch die Siegerehrung im November wird wie geplant stattfinden.
Für die Steinwald Classic 2026 hat Hansie bereits fast die komplette Orga-Arbeit erledigt, bevor er aus dem Leben gerissen wurde. Deshalb werden wir sie als „Hansie-Walter-Gedächtnis-Steinwald Classic 2027“ am XX. August in und um Waldeck stattfinden lassen. Weitere Nennungen werden noch gerne angenommen.
Der Oldtimerslalom-Doppelveranstaltung des MSC Wiesau wird ebenfalls wie geplant am 23. August stattfinden. Didi und seine Mannen (und Frauen 😉) sorgen, wie auch in den Jahren zuvor, für die gewohnt perfekte Organisation und würden sich über zahlreiche Teilnahme sehr freuen.
Doch nun zur Saison 2026:
Der AC Hof zeigte sich verantwortlich für den Saisonauftakt des OSCO
am 03.05.2026 auf dem Flugplatz Hof-Plauen. Nach der Slalom Youngster
Cup-Doppelveranstaltung des OC Naila an gleicher Stelle sollte am
Nachmittag ab 15 Uhr der Saisonauftakt der
Oldtimer-Gleichmäßigkeitsfahrer (und -Fahrerinnen) stattfinden.
Nach den
gewohnten Zeitverzögerungen beim Youngster Cup (hier dauert das
Finden der exakten Sitzposition beim Fahrerwechsel anscheinend noch
etwas länger 😉),
reagierte der AC Hof schnell und die Verantwortlichen um Sportleiter
Marc Rödel beschlossen, die Strecke nach dem SYC nicht komplett
umzubauen. Stattdessen wurde die Youngster Cup Strecke zwar etwas
flüssiger gebaut, aber es blieb bei knapp über 600m Streckenlänge.
Der Vorteil: Man konnte (fast) pünktlich beginnen. Der Nachteil:
nach 35 bis 45 Sekunden war die Fahrt schon wieder vorbei.
Nur unser Herbert
Hofmann entschloss sich, sein Nenngeld auch voll auszunutzen und
erzielte Laufzeiten von (wirklich ganz 😉)
knapp über einer Minute. Allerdings hatte er wohl nicht bedacht,
dass bei längerer Fahrtzeit eventuell auch die Differenz aus beiden
Läufen größer werden kann. Ergebnis: 71/100 Sek. Differenz und
Platz 16 von 35 Oldtimern.
Ein weiterer
Mitfavorit, Günter Hartmann, leistete sich sogar 1/100 Sek. mehr
Differenz, obwohl er nicht einmal 2/3 von Herberts Fahrtzeit
benötigte. Platz 17 zum Saisonauftakt widerlegen erstens die
vorherige Annahme und lassen zweitens für Nordhalben noch etwas Luft
nach oben.
Der
Vorjahresmeister, Robert Hochmuth, hielt den „Schaden“ mit 12/100
Sek. Differenz (vielleicht aufgrund der kurzen Fahrtzeiten? 😉)
in engen Grenzen und landete auf Platz 6.
Kommen wir zum
Podium… auf den Plätzen 2 und 3 gab es zweimal nur 5/100 Sek.
Differenz. Also musste das Baujahr (des Fahrzeugs – nicht des
Fahrers 😉) entscheiden.
Der Jugendleiter des MC Lauf, Markus Terschanski-Knorr, war auf dem
Polo aus dem Jahr 2000 unterwegs, während das Kadett C Coupé von
Christian Gebelein (AMSC Bindlach) mit Baujahr 1976 deutlich älter
als der Fahrer ist und somit, samt Christian, auf Platz 2 einlief.
Ganz nach oben
auf das Stockerl kletterte Thomas Enkerts vom AMSC Bindlach mit
sagenhaften 4/100 Sek. Differenz auf seinem Audi Coupé. Somit ist er
auch der erste Tabellenführer der Saison 2026.
Bei den
„Gaststartern“, also den Fahrzeugen, die jünger als 20 Jahre
sind, waren 5 Fahrer am Start. Hier siegte Jonah Günther vom MSC
Marktredwitz mit einer Differenz von 14/100 Sek. und sensationell
schnellen Laufzeiten. Dahinter liefen Christian Kern vom MSC Pegnitz
(17/100 Diff.) und André Steinig vom MC Ansbach (23/100) ein.
Der zweite Wertungslauf zum Oldtimer Slalom Cup Oberfranken 2026 und zum Nordbayerischen ADAC Young- und Oldtimer- Slalom Pokal fand traditionsgemäß beim Stauseeslalom des MSC Nordhalben am 31.05.26 statt. Nachdem der Wetterbericht für Nordbayern wenig Gutes erahnen ließ, blieb es in Nordhalben zwar windig, aber trocken. Es war anscheinend von Vorteil, dass Nordhalben (gefühlt) am Ende der westlichen Welt liegt. Da gilt keine nordbayerische Wettervorhersage 😉.
Als letzte Klasse des Tages gingen ab 15 Uhr die Gleichmäßigkeitsfahrer an den Start. Insgesamt 31 „Teilnehmende“ versuchten, möglichst wenig Zeitdifferenz zwischen ihren beiden Wertungsläufen zu erzielen.
Fried Schultze vom MSC Münchberg auf seinem grünen Steyr Puch wäre mit einer Differenz von 3/100 Sek. ein Anwärter aufs Podium gewesen. Allerdings musste er die Tücken des Reglements kennenlernen, indem er feststellte, dass sich ein Torfehler im 1.Wertungslauf nicht mit einem weiteren Torfehler im 2. Wertungslauf ausgleichen lässt. Im Gegenteil, es summierten sich die Strafsekunden auf eine Gesamtdifferenz von 30,03 Sek. und damit Platz 31.
Der Vorjahressieger Peter Gehret (damals mit 1/100 Sek. Differenz) verdiente sich heuer zwar hervorragende Haltungsnoten auf dem fahrwerkstechnisch „minimal“ gehandicapten Kadett B Coupé. Aber die Gleichmäßigkeit unterlag deutlich dem Fahrspaß. Eine Zeitverbesserung von 1,64 Sek. vom 1. Auf den 2. Wertungslauf genügten gerade noch für Platz 25.
Für einen Podestplatz durften sich die beiden Laufzeiten in diesem Jahr, wie bereits beim Saisonauftakt in Hof, maximal um 5/100 Sek. unterscheiden. Und wieder war, genau wie in Hof, Christian Gebelein mit dieser Differenz ins Ziel gekommen. Und wieder entschied, genau wie in Hof, das Baujahr des Fahrzeugs über den zweiten und dritten Platz. Und wieder hatte, genau wie in Hof, Christian mit seinem Kadett C Coupé Bj. 1976 die Nase vorn und eroberte Platz 2. Der Audi 50 RtR von Reinhard Bayer ist zwei Jahre jünger und somit belegt er lt. Reglement mit ebenfalls 5/100 Sek. Differenz Rang 3.
Für den obersten Podestplatz qualifizierte sich, mit einer Differenz von 1/100 Sek., Herbert Hofmann, der Kfz-Meister aus Haag. Herbert war ausnahmsweise nicht auf dem laubfroschgrünen Kadett C, sondern dem Kadett E Cabrio unterwegs. Aber auch die mehr als doppelte Leistung seines Untersatzes brachte ihn nicht von seinem Leitspruch (und auch dem Leitspruch des römischen Kaiser Augustus 😉)“Festina lente!“ (übersetzt: Eile mit Weile!) ab. Augustus eroberte vor 2000 Jahren das nördliche Spanien und den Alpenraum, Herbert heuer das OSCO-Podium. Man sieht, mit dem richtigen Leitspruch kann man alles erreichen!
Bei den „Gaststartern“ war als einziger Teilnehmer Louis Sollfrank, der Vierte des Saisonauftakts, am Start. Mit 18/100 Differenz holte er sich die Punkte für einen Gesamt 6. Platz und damit die vorläufige Tabellenführung bei den „Gaststartern“.
Die OSCO Tabelle führen nach dem zweiten Meisterschaftslauf Christian Gebelein, vor Reinhard Bayer und Altmeister Manfred Keller an.